Februar 2009


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DIE ORTHODOXE JOHANNESKAPELLE
ZU KEVELAER

Patrozinium: Heiliger Apostel und Evangelist Johannes der Theologe

Stadt: 47623 Kevelaer
Landkreis: Kleve/ Niederrhein
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Bistum: Münster

Gründungsgeschichte und Bedeutung

Gnadenbild der Muttergottes 'Trösterin der Betrübten' zu Kevelaer

Gnadenbild der Muttergottes 'Trösterin der Betrübten' zu Kevelaer

Der Rektor des katholischen Marienwallfahrtsortes Kevelaer am Niederrhein, Prälat Schulte Staade, erinnert sich gerne daran, dass die Idee für eine orthodoxe Kapelle ihm Ende der siebziger Jahre ein orthodoxer Grieche gegeben hat, der als Zeichen der Dankbarkeit für eine Gebetserhörung dem Rektor ein goldenes Medaillon als Gabe für das Gnadenbild „Maria Trösterin der Betrübten“ überreichte. Als Pastor Schulte Staade den Mann fragte, wieso er, ein orthodoxer Gläubiger, einem katholischen Gnadenbild ein so kostbares Geschenk mache, habe der Grieche ihm geantwortet: „Es ist überall die eine Muttergottes Maria, für die Katholiken und für die Orthodoxen“. Diese Antwort hat Pastor Schulte Staade begeistert und davon überzeugt, dass gerade in Kevelaer, einem Wallfahrtsort der Gottesmutter, die orthodoxen Gläubigen Geborgenheit und eine zweite Heimat finden müssen.

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Aber erst am Ende der achtziger Jahre wurden Gesprächskontakte mit den Vertretern der verschiedenen autokephalen orthodoxen Kirchen in Deutschland aufgenommen und deren Zustimmung für den Bau einer orthodoxen Kapelle in Kevelaer angefragt.

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Kevelaerer Kapelle Hl. Johannes der Theologe, Eingang Amsterdamer Straße

Kevelaerer Kapelle 'Heiliger Apostel Johannes der Theologe', Eingang Amsterdamer Straße

Wenn man in Kevelaer den Kapellenplatz in nördlicher Richtung über die Amsterdamer Straße verlässt, trifft man auf der rechten Straßenseite bald auf eine kleine Kapelle, die durch eine vergoldete Halbkuppel über dem Eingang auf sich aufmerksam macht und in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert ist: die orthodoxe Johanneskapelle. Sie bildet den Schlusspunkt des großen Komplexes des Priesterhauses und gehört zur Wallfahrtspfarrei St. Marien, die diese Kapelle auch gebaut hat. Das ist der erste bemerkenswerte Aspekt: Dass eine katholische Pfarre eine orthodoxe Kapelle gebaut hat.

Prälat Richard Schulte Staade, Rektor der Wallfahrt, erzählt, dass er den Anstoß zum Bau dieser Kapelle Ende der 70er Jahre durch die Votivgabe (1) eines Griechen bekam. Dieser habe ihn nachdenklich gestimmt mit seiner Antwort auf die Frage, weswegen er, ein orthodoxer Christ, einem katholischen Wallfahrtsort etwas schenke. Er hatte nämlich gesagt, dass die Gabe nicht für die katholische Kirche, sondern für Maria bestimmt sei, und Maria sei für alle Christen da; deshalb würden doch auch viele Orthodoxe zum Gnadenbild der Muttergottes nach Kevelaer kommen.

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Eines der bedeutenden Heiligtümer des heiligen Berges Athos ist die wundertätige Ikone der Gottesmutter ‚Kukuzélissa‘, die in der Großen Lawra des hl. Athanasius aufbewahrt wird:

Muttergottes Kukuzelissa in der Großen Lavra des Berges Athos

Muttergottes Kukuzelissa in der Großen Lavra des Berges Athos

Es ist das die Ikone, vor der oftmals der hl. Johannes Kukuzelis als Mönch gesungen hat.

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27.2.
Gründungsversammlung im Kleinen Saal des Petrus-Canisius-Hauses

5.6.
Ostkirchentag in Kevelaer – noch ohne Beteiligung des neugegründeten Chors

14.10.
Der Chor begeht erstmals den Gedenktag seines heiligen Schutzpatrons mit einem gemeinsamen Essen zusammen mit dem Präses Pastor Richard Schulte Staade, Rektor der Wallfahrt und Pfarrer an St. Marien Kevelaer.

15.11.
Der Chor besucht den russisch-orthodoxen Erzbischof Longin in Düsseldorf und singt in der Kapelle in der Ellerstraße.

18.12.
Der Chor tritt zum ersten Mal öffentlich auf. Er singt die orthodoxe Abendandacht mit dem serbischen Priester Petar Čilerdjić in der Kerzenkapelle Kevelaer.

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