April 2011


Auferstehung des Herrn. Bild: http://www.taday.ru/text/38502.html

Wenn jemand fromm ist und und Gott liebt, so erquicke er sich an dieser schönen und lichten Feier. Wenn jemand ein wohlgesinnter Knecht ist, so gehe er fröhlich ein in die Freude seines Herrn. Wenn jemand sich beim Fasten abgemüht hat, so empfange er jetzt seinen Lohn. Wenn jemand von der ersten Stunde an gearbeitet hat, so empfange er heute, was ihm zu Recht gebührt. Wenn jemand nach der dritten Stunde gekommen ist, so feiere er dankend. Wenn jemand nach der sechsten Stunde angelangt ist, so zweifle er nicht, denn er wird nichts einbüßen. Wenn jemand bis in die neunte Stunde säumte, so trete er ohne Bedenken herzu, ohne sich zu fürchten. Wenn jemand erst zur elften Stunde angelangt ist, der fürchte sich nicht ob der Saumseligkeit; denn da der Gebieter freigebig ist, so nimmt Er den Letzten an wie den Ersten: Er erquickt den, der um die elfte Stunde gekommen ist, ebenso wie den, der von der ersten Tagesstunde an gearbeitet hat. Gegen den später Kommenden ist Er gnädig und gegen den Ersten freundlich. Jenem gibt Er, und diesem schenkt Er… Also gehet alle ein in die Freude unseres Herrn! Die Ersten und die Letzten, … die Reichen und die Armen, … die Ausdauernden und die Nachlässigen, … die ihr gefastet habt und die ihr nicht gefastet habt, freuet euch heute.

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Christus lehrt im Tempel. Ikone von Phillip Schwartz

Orthodoxer Katechismus

1. Wozu sind wir auf Erden?

Wir sind auf Erden, um Gott zu lieben und ihm zu dienen.

2. Was müssen wir tun, um Gott zu lieben?

Um Gott zu lieben, müssen wir

  1. alles glauben, was Gott geoffenbart hat;

  2. alle Gebote halten, die Gott gegeben hat.

3. Was heißt an Gott glauben?

An Gott glauben heißt alles fest und unbezweifelt für wahr halten, was Gott, der ewige Überwesentliche, geoffenbart hat.

4. Wie hat sich Gott uns Menschen zu erkennen gegeben?

Gott hat sich uns Menschen auf zweifache Weise zu erkennen gegeben, auf natürliche und auf übernatürliche Weise.

5. Wodurch hat sich Gott auf natürliche Weise zu erkennen gegeben?

Gott hat sich auf natürliche Weise zu erkennen gegeben:

  1. durch die sichtbare Welt, die sich nicht selbst gemacht haben kann;

  2. durch die Zweckmäßigkeit und Ordnung in der Welt, die von einem höchst weisen Urheber herstammen muß;

  3. durch die Stimme des Gewissens, die uns zum Guten mahnt und vor einem unsichtbaren Rächer des Bösen warnt.

6. Wodurch hat sich Gott auf übernatürliche Weise zu erkennen gegeben?

Gott hat sich durch die Offenbarung auf übernatürliche Weise zu erkennen gegeben.

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Kreuzigung Christi. Fresko von Theophanes dem Kreter (16. Jh.)

Hl. Johannes Chrysostomus (um 345-407), Priester in Antiochien, dann Patriarch von Konstantinopel, Kirchenlehrer. Der Text ist der Taufkatechese Nr. 3, 16 ff. entnommen.

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Willst du erfahren, welche Kraft das Blut Christi besitzt? Dann lass uns zurückgehen bis zu dem Vorausbild. Auf das frühe Vorausbild wollen wir uns besinnen und die Niederschrift aus der Vergangenheit erzählen.

Mose sagt: „Tötet ein einjähriges Lamm und bestreicht mit seinem Blut die Tür.“(1) Was sagst du da, Mose? Kann denn das Blut eines Lammes den vernunftbegabten Menschen befreien? Gewiss, sagt er, weil es auf das Blut des Herrn verweist. Wenn der Feind nicht das Blut des Vorbildes am Pfosten, sondern auf den Lippen der Glaubenden das kostbare Blut der Wahrheit leuchten sieht, mit dem der Tempel Christi geweiht ist, dann weicht er viel weiter zurück.

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Alexej Il’ič Osipov ist ein bekannter russisch-orthodoxer Theologe, Pädagoge und Publizist. Er lehrt als Professor an der Geistlichen Akademie und Seminar in Moskau.

Seine offzielle Internetpräsenz: http://www.aosipov.ru/

Video Истинность Православия

Moskauer Geistliches Seminar, 1998-1999, Dauer 49:52, Volumen 110 MB

Московская духовная семинария, 1998 – 1999, Длительность записи 49:52, размер 110 мб