Allgemeines


Kevelaerer Kapelle Hl. Johannes der Theologe, Eingang Amsterdamer Straße

Kevelaerer Kapelle 'Heiliger Apostel Johannes der Theologe', Eingang Amsterdamer Straße

Wenn man in Kevelaer den Kapellenplatz in nördlicher Richtung über die Amsterdamer Straße verlässt, trifft man auf der rechten Straßenseite bald auf eine kleine Kapelle, die durch eine vergoldete Halbkuppel über dem Eingang auf sich aufmerksam macht und in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert ist: die orthodoxe Johanneskapelle. Sie bildet den Schlusspunkt des großen Komplexes des Priesterhauses und gehört zur Wallfahrtspfarrei St. Marien, die diese Kapelle auch gebaut hat. Das ist der erste bemerkenswerte Aspekt: Dass eine katholische Pfarre eine orthodoxe Kapelle gebaut hat.

Prälat Richard Schulte Staade, Rektor der Wallfahrt, erzählt, dass er den Anstoß zum Bau dieser Kapelle Ende der 70er Jahre durch die Votivgabe (1) eines Griechen bekam. Dieser habe ihn nachdenklich gestimmt mit seiner Antwort auf die Frage, weswegen er, ein orthodoxer Christ, einem katholischen Wallfahrtsort etwas schenke. Er hatte nämlich gesagt, dass die Gabe nicht für die katholische Kirche, sondern für Maria bestimmt sei, und Maria sei für alle Christen da; deshalb würden doch auch viele Orthodoxe zum Gnadenbild der Muttergottes nach Kevelaer kommen.

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Eines der bedeutenden Heiligtümer des heiligen Berges Athos ist die wundertätige Ikone der Gottesmutter ‚Kukuzélissa‘, die in der Großen Lawra des hl. Athanasius aufbewahrt wird:

Muttergottes Kukuzelissa in der Großen Lavra des Berges Athos

Muttergottes Kukuzelissa in der Großen Lavra des Berges Athos

Es ist das die Ikone, vor der oftmals der hl. Johannes Kukuzelis als Mönch gesungen hat.

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Johannes Kukuzelis (um 1280 - 1360)

Johannes Kukuzelis (um 1280 - 1360)

Der Chor trägt den Namen des bedeutendsten Komponisten, Sängers und Reformators der byzantinischen Kirchenmusik des 13.-14. Jahrhunderts, des gebürtigen Bulgaren Joan Kukuzel, der in vielen Handschriften mit den Beinamen „Magister“, „das zwanzigste Wunder“, „zweite Quelle der griechischen Musik nach Johannes Damaszenus“, „der Engelstimmige“ u. a. bezeichnet wird. Die spätbyzantinische Neumennotation und die Einführung des neuen melismatischen Stils sind mit seinem Namen verknüpft. Als sein Geburtsort wird Dyrrachium in Mazedonien/Westbulgarien (slavisch Drač, heute: Durrës, Albanien) angegeben. Dank seiner „Engelstimme“ durfte er am Hof des Kaisers in Konstantinopel Musik studieren. Auf eine Frage seiner Kommilitonen, was er gegessen habe, soll er, in der griechischen Sprache noch ungewandt, geantwortet haben: „kukia ke zelia“ – Saubohnen und Kohl, und erhielt so den Beinamen griechisch „Kukuzelis“, slavisch „Kukuzel“ (sprich: Kukusél). Später soll Kukuzel als Bettler verkleidet nach dem Athos geflüchtet sein und sich dort zuerst als Ziegenhiert, dann bis zu seinem Tode als Kirchensänger betätigt haben, und zwar im Kloster des hl. Athanasius in der Großen Lawra. Der großen Anzahl seiner Kompositionen nach soll Joan Kukuzel ein hohes Alter erreicht haben. Er wird von der griechischen und der bulgarischen orthodoxen Kirche als Heiliger verehrt. Sein Fest wird am 1./14. Oktober gefeiert.

Die Gründungsversammlung des Joan-Kukuzel-Chors Kevelaer fand am 27. Februar 1988 im Kleinen Saal des Petrus-Canisius-Hauses statt.

Der Ostkirchentag am 5. Juni fand noch ohne Beteiligung des neugegründeten Chors statt.

Am 14. Oktober beging der Chor erstmals den Gedenktag seines heiligen Patrons mit einem gemeinsamen Essen zusammen mit dem Präses Pastor Richard Schulte Staade, Rektor der Wallfahrt und Pfarrer an St. Marien Kevelaer.

Am 15. November besuchte der Chor den russisch-orthodoxen Erzbischof Longin in Düsseldorf und sang in der Kapelle in der Ellerstraße.

Am 18. Dezember 1988 trat der Chor zum ersten Mal öffentlich auf. Er sang die orthodoxe Abendandacht mit dem serbischen Priester Petar Čilerdjić in der Kerzenkapelle Kevelaer.

Gottesdienste

Stand: 10. Mai 2014

Sonntag, 11. Mai 2014
11.00 Uhr: Göttliche Liturgie
Ort: Johanneskapelle Kevelaer (Amsterdamer Straße, 47623 Kevelaer, Tel. 0170-4744017)
4. Sonntag nach Ostern: Die apostelgleichen Heiligen Methodius und Kyrill.
† 4 Неделя след Пасха ­на Разслабления. Св. равноапостолни Методий и Кирил. Св. свщмчк Мокий. Гл. 3, утр. ев. 5, ап. Евр. 13:7-16 (с. 495), лит. ев. Ин 5:1-15 (Тип. с. 310, т. 6)



Donnerstag, 24. April 2014
19.30 Uhr: Vespergottesdienst in der Johanneskapelle, Kevelaer

Ostermontag, 21. April 2014
17.00 Uhr: Vespergottesdienst in der Johanneskapelle, Kevelaer

Ostersonntag, 20. April 2014
10.30 Uhr: Göttliche Liturgie in der Kirche der Serbisch-Orthodoxen Kirche in Würselen

Palmsonntag, 13. April 2014
11.00 Uhr: Göttliche Liturgie in der Johanneskapelle, Kevelaer

Sonntag, 6. April 2014 (neuer Stil)
10.30 Uhr: Göttliche Liturgie, anschließend Hl. Taufe, in der Johanneskapelle, Kevelaer


[…]


Sonntag, 8. Dezember 2013 (neuer Stil) † 10. Sonntag nach dem Sonntag nach Kreuzerhöhung. Ehrw. Patapios. |10 Неделя след Неделя подир Въздвижение. Преп. Патапий. Гл. 7, утр. ев. 2, ап. Еф. 2:14-22 (с. 231), лит. ев. Лк 13:10-17
10.30 Uhr: Göttliche Liturgie
Ort: Johanneskapelle Kevelaer (Amsterdamer Straße, 47623 Kevelaer, Tel. 0170-4744017)


Sonntag, 1. Dezember 2013 (neuer Stil) † 14. Sonntag nach dem Sonntag nach Kreuzerhöhung. Hl. Prophet Naum; Hl. Philaretos der Mitleidige | † 14 Неделя след Неделя подир Въздвижение. Св. прор. Наум. Св. Филарет Милостиви.. Гл. 6, утр. ев. 1, ап. Еф. 2:4-10 (с. 224), лит. ев. Лк 18:35-43
10.30 Uhr: Göttliche Liturgie
Ort: Johanneskapelle Kevelaer (Amsterdamer Straße, 47623 Kevelaer, Tel. 0170-4744017) (mehr …)